Der Lebenstraum in Griffweite

Die Neckar Chronik schreibt in Ihrer Ausgabe vom 28. September 2017

http://www.neckar-chronik.de/Nachrichten/Der-Lebenstraum-in-Griffweite-347888.html

Der 53-jährige Wolfgang Epting aus Dietersweiler startet in wenigen Tagen beim legendären Ironman auf Hawaii und erfüllt sich damit einen Lebenstraum. Wir haben ihm im Vorfeld des wichtigen Starts zehn Fragen gestellt.

Von Monika Schwarz

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Es ist der Traum eines jeden Triathleten, zumindest einmal im Leben beim legendären Ironman auf Hawaii zu starten.200 deutsche Athleten- darunter 162 Männer- haben sich in diesem Jahr für den Start am 14. Oktober qualifiziert. Sie sind einer von Ihnen. Was ist das heute, nur wenige Wochen davor, für ein Gefühl?

Ich würde es als eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität bezeichnen. Nach 16 IRONMAN Triathlon Wettkämpfen geht mein sportliches Lebensziel endlich in Erfüllung. Etwas Schöneres kann es aus sportlicher Sicht für mich nicht geben.

Wie zufrieden sind Sie mit ihrem bisherigen Training und der gesamten Vorbereitung auf diesen wichtigen Start?

Am liebsten würde man sich auf ein solches Event wie ein Profi vorbereiten, was natürlich nicht möglich ist. Rückblickend glaube ich aber sagen zu können, dass ich trotz einer hartnäckigen Achillessehnenreizung, die ein leistungsorientiertes Lauftraining erschwerte, zeitlicher Inanspruchnahme durch meinen Beruf und der klimatischen Gegebenheiten für mich das Optimale herausgeholt habe. 

Was tun Sie in der jetzigen Endphase, um möglichst optimal vorbereitet zu sein?

Ich habe mich nach dem IRONMAN in Hamburg am 13. August entschlossen, ein Coaching durchzuführen. Der ehemalige Mountainbike Profi und aktive Triathlet Jörg Scheiderbauer aus Offenburg hat ein, speziell auf mich abgestimmtes, Trainingsprogramm ausgearbeitet.

Wie sieht es mit der Ernährung und den Trinkgewohnheiten aus? Stellt man vor so einem wichtigen Wettkampf noch einmal bewusst um oder unterscheiden sich ihre Gewohnheiten sowieso von denjenigen eines durchschnittsdeutschen Mannes?

Meine Ernährungsstrategie ist streng daraufhin ausgerichtet, Training und Wettkampf ganzjährig zu unterstützen und den Körper je nach Belastung optimal zu versorgen. Dazu gehören die gezielte Auswahl geeigneter und der bewusste Verzicht auf suboptimale Nahrungsmittel und Getränke. 

Fürchten Sie die Zeitverschiebung und das Klima bei diesem Start?

Mein Respekt vor der Kombination aus den auf Hawaii vorherrschenden Temperaturen von über 35 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit ist größer als der vor dem Jetlag.

Wann genau startet ihre Reise nach Hawaii und wer wird Sie begleiten?

Meine Frau Sabine, meine beiden Söhne Mats (14) und Noah (9) und ich starten am 8. Oktober in das Abenteuer Hawaii.

Kehren sie unmittelbar nach dem Wettkampf in die Heimat zurück?

Wir werden am Donnerstag, den 18. Oktober die Rückreise antreten, da Mats und Noah am darauffolgenden Montag wieder zur Schule müssen.  

Wie sehen die sportlichen Pläne für die Zeit nach dem Ironman aus, was ist im kommenden Jahr geplant?

Priorität hat die Unterstützung der sportlichen Ambitionen meiner Frau Sabine und meiner Söhne Mats und Noah, um wenigstens einen Teil der tollen Unterstützung, ohne die vieles so nicht möglich gewesen wäre, zurückzugeben. Konkrete Events habe ich selbst für nächstes Jahr nicht geplant, doch ganz ohne Triathlon wird es wohl dann doch nicht gehen.

Sie haben bei der Sportlerehrung im Frühjahr dieses Jahres ihre Spendenaktion für die Kinderhilfe Organtransplantation (KiO) vorgestellt. Können sie noch einmal in wenigen Worten erklären, worum es genau geht und wie man das Projekt unterstützen kann?

Die Kinderhilfe Organtransplantation (KiO) leistet aus einem Hilfsfonds direkte finanzielle Hilfe an bedürftige Familien, die im Zusammenhang mit der Transplantation ihres Kindes in besondere Notlagen geraten sind. Bis zu zehn Prozent aller Transplantationen in Deutschland werden bei Kindern durchgeführt. Jedes Jahr sind Hunderte von Eltern mit einer schlimmen Diagnose konfrontiert. KiO ermöglicht diesen Kindern, ein normales Leben zu führen.

Alle weiteren Informationen, auch zur Abwicklung meiner Spendenaktion, sind auf meiner Webseite https://eptingsfit4u.com zu finden.  

Lässt Ihnen der Sport eigentlich Zeit für weitere Hobbies-und wenn ja welche?

Im Moment nicht, da ich neben der Familie und dem Sport einen Beruf ausübe, der ein hohes Maß an zeitlichem Einsatz erfordert. Sabine und ich würden sehr gerne die vor Jahren erworbenen Fertigkeiten auf dem Parkett mit einem Tanzkurs erweitern. 

 

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