IRONMAN Hamburg

Schwarzwälder Bote Wolfgang Epting IRONMAN Triathlon Hamburg 20180731.JPG

Bericht im Schwarzwälder Boten vom 2. August 2018

Der Freudenstädter Triathlet Wolfgang Epting konnte seine bisherige persönliche Bestzeit über die 180 km Radfahren, aufgestellt bei der IRONMAN Europameisterschaft 2007 in Frankfurt, beim Wettkampf am vergangenen Wochenende in Hamburg um 20 Minuten auf genau 5 Stunden und 40 Sekunden verbessern. Die flache Strecke in den Südosten Hamburgs und die Tatsache, dass die Auftaktdisziplin, das 3,8 km lange Schwimmen, aufgrund einer zu hohen Blaualgenkonzentration in der Alster nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, begünstigen diese fulminante Steigerung. Der Veranstalter hatte das Schwimmen gezwungenermaßen durch einen 6 km langen Auftaktlauf ersetzt, was den Triathlon faktisch zu einem Duathlon machte.
Da Epting in der Woche zuvor zu allem Überfluss mit einem Infekt zu kämpfen hatte, ging er den ersten Teilabschnitt verhalten an und wechselte nach 28:43 Minuten auf seine Zeitfahrmaschine, um die zwei Runden zu jeweils 90 Kilometer möglichst flott zu absolvieren. Die Temperaturen waren nicht mehr ganz so hoch wie an den Tagen zuvor, jedoch hatten die Teilnehmer punktuell immer wieder mit Windböen zu kämpfen. Am Ende konnte Epting den zweiten Teilabschnitt mit einem Stundenmittel von 36 km/h und einem neuen persönlichen Rekord hinter sich bringen, um erneut in die Laufschuhe zu schlüpfen und den abschließenden Marathonlauf über 42,2 Kilometer in Angriff zu nehmen.
Mittlerweile stieg auch das Quecksilber im Zentrum von Hamburg wieder über die 30 Grad Marke, so dass Epting sein anfängliches Tempo von 5 Minuten pro Kilometer nicht ganz bis zum Schluss durchhalten konnte. Mit einer Laufzeit von 4:01 Stunden und nach insgesamt 9:41 Stunden durfte Epting nach seiner vierten Runde entlang der Alster am Hamburger Rathausmarkt ins Ziel einlaufen und über den 44. Platz von 300 Teilnehmern in seiner Altersklasse jubeln. Die Emotionen waren für ihn, auch nach 18 erfolgreichen Langdistanz Triathlon Teilnahmen, erneut überwältigend.
Trotz der erzwungenen Änderung des Rennablaufs konnten sich die Athleten in Hamburg für die IRONMAN Weltmeisterschaften auf Hawaii qualifizieren. Obwohl es für Epting nicht ganz reichte, da in seiner Altersklasse nur sechs Qualifikationsplätze vergeben wurden, war er mit seinem Ergebnis sehr zufrieden, zumal die sofortige Wiederqualifikation in diesem Jahr nicht sein primäres Ziel war. Wertvolle Erkenntnisse konnte er auf jeden Fall sammeln. Zum einen, dass der Umfang und die Intensitäten seines Radtrainings den gewünschten Effektivitätsgrad erreichten und zum anderen, dass er in der Vorbereitung für seinen nächsten IRONMAN zusätzliche lange Läufe einplanen wird.

Drittbeste Laufzeit bestätigt Form Wut in Energie umgesetzt

Schwarzwälder Bote 17.06.2018

Immer wieder ein Erlebnis ist für den Triathleten Wolfgang Epting der Zieleinlauf, wie hier in Ingolstadt

Den Triathlon in Ingolstadt über die Mitteldistanz von 1,9 km Schwimmen, 86,3 km Radfahren und 20,2 km Laufen am vergangenen Sonntag hatte sich der Freudenstädter Wolfgang Epting als Generalprobe und Standortbestimmung für seinen  Saisonhöhepunkt, den IRONMAN in Hamburg am 29. Juli über die doppelte Distanz, ausgesucht.
Für die 1,9 km Schwimmen benötigte Epting mit 40:30 Minuten deutlich länger als erwartet. Er arbeitet im Moment sehr fokussiert an seiner Schwimmtechnik, was viel Zeit für das Techniktraining in Anspruch nimmt, jedoch zu Lasten der Umfänge geht. Entsprechend frustriert und wütend nahm er die zweite Disziplin, das Radfahren, in Angriff.
Hier lief es bereits signifikant besser und Epting konnte sich mit einer Zeit von 2:36 Stunden bereits auf den 14. Platz seiner Altersklasse nach vorne arbeiten. Die hügeligen und wind anfälligen 86,3 km absolvierte er mit einem Stundenmittel von 33,16 km/h.
Als letztes stand seine Paradedisziplin, das Laufen, auf dem Programm. Epting setzte nun  alles auf eine Karte und ging die 20,2 km, aufgeteilt auf 4 Runden um den See, mit einer Zeit von 4:30 Minuten pro Kilometer sehr flott an. Trotz der mittlerweile hochsommerlichen Temperaturen konnte das Tempo halten und sich mit der drittbesten Laufzeit seiner Altersklasse noch bis auf den 7. Platz nach vorne schieben. Er benötigte für die 20,2 km eine Zeit von 1:33:35 Stunden, was einem Kilometerdurchschnitt von 4:30 Minuten entspricht. Nun gilt es für Epting, die bereits gute Form im Radfahren und Laufen weiter zu
verbessern und die erforderliche Tempohärte aufzubauen, um die erreichten Zeiten auch über die doppelten Distanzen von 180 km auf dem Rad und 42,2 km in den Laufschuhen konstant halten zu können. Im Schwimmtraining wird es nun vor allem darauf ankommen, die erlernten Verbesserungen der Technik in schnellere Zeiten umzusetzen. Wichtig ist für Epting auch, die 3,8 km durch die Binnen- und Aussenalster in Hamburg mit wenig Kraftaufwand zu schwimmen, um möglichst ausgeruht auf die Radstrecke gehen zu können.

Resultat harten Trainings

Bürgermesse Der „Ironman Hawaii-Finisher“ Wolfgang Epting aus Dietersweiler erzählte bei der Bürgermesse über seine Erlebnisse rund um diesen außergewöhnlichen Wettbewerb:

NC_08.05.18_Seite27

… „Tourismusdirektor Michael Krause gab bekannt, dass die Freudenstadt Tourismus den von Epting anlässlich seiner Teilnahme an den IRONMAN World Championships auf Hawaii gesammelten Spendenbetrag auf den Endbetrag von 2000 Euro aufstocken wird. Das Geld kommt der „Kinderhilfe Organtransplantation“ zugute“…

Vielen Dank im Namen der Kinderhilfe Organtransplantation für die Spende und von mir an Herrn Krause für das Interview sowie an Monika Schwarz für den Bericht in der Neckar Chronik vom 8. Mai 2018